Obseria vs. Dash0
Sie suchen eine Dash0 Alternative? Beide Plattformen sind OpenTelemetry-nativ und nutzen dasselbe Preismodell pro Signal mit vergleichbaren Listenpreisen. Die Unterschiede liegen bei Hosting, Zertifizierungen, KI und Plattformumfang.
Auf einen Blick
- Dash0 und Obseria sind beide OpenTelemetry-nativ und rechnen pro Signal ab; die öffentlichen Listenpreise pro Million Spans, Logs und Datenpunkte sind gleich.
- Die Unterschiede liegen bei Hosting-Optionen, Zertifizierungen, KI-Ansatz und Breite des Produktportfolios.
- Wer US-Hosting oder HIPAA braucht, tendiert zu Dash0; wer UK- oder BYOC-Hosting, BSI C5 oder TISAX braucht, tendiert zu Obseria.
Funktionsvergleich
| Kriterium | Obseria | Dash0 |
|---|---|---|
| Preismodell | Pro Signal, Ingest und Speicherung getrennt abgerechnet | Pro Signal, Ingest und Speicherung getrennt abgerechnet |
| Logs, Spans, Web-Events | 0,060 $ / 0,540 $ pro Million ingestiert / gespeichert | 0,060 $ / 0,540 $ pro Million ingestiert / gespeichert |
| Metrik-Datenpunkte | 0,020 $ / 0,180 $ pro Million ingestiert / gespeichert | 0,020 $ / 0,180 $ pro Million ingestiert / gespeichert |
| KI-Credits | Obseria Intelligence: 0,60 $ pro Agent Credit | Agent0: 0,60 $ pro Credit |
| Aufbewahrung | 30 Tage Logs, Spans, RUM; 13 Monate Metriken, Synthetics | 30 Tage Logs, Spans, Web-Events; 13 Monate Metriken, Synthetics |
| OpenTelemetry | OTel-nativ; OTLP-Export jederzeit | Von Beginn an OpenTelemetry-nativ |
| Abfragesprachen | OQL (Pipe-Syntax), PromQL, SQL | PromQL und SQL, dazu CLI und API |
| Datenresidenz | EU (Frankfurt, Dublin), UK (London) oder BYOC | EU- oder US-Regionen auf AWS und Google Cloud |
| Zertifizierungen | ISO 27001/27017/27018, SOC 2 Type II, BSI C5, TISAX | SOC 2 Type II, HIPAA; ISO 27001 als geplant ausgewiesen |
| Plattformumfang | Zusätzlich App Security, Business und AI Observability, Mobile | Infra, APM, Logs, RUM, Synthetics, Dashboards, Alerts, SLOs |
Obseria als Dash0 Alternative: die Kurzfassung
Dash0 und Obseria liegen näher beieinander als die meisten Observability-Anbieter. Beide sind auf OpenTelemetry aufgebaut, statt sich nachträglich daran anzupassen, beide speichern alle Signale in einer gemeinsamen Datenschicht, beide bieten PromQL und SQL, und beide rechnen pro Signal statt pro Host oder Nutzer ab. Wenn Sie eine Dash0 Alternative prüfen, wird der Preis daher selten den Ausschlag geben, denn die öffentlichen Listenpreise sind gleich. Entscheidend sind andere Fragen: Wo dürfen Ihre Daten liegen, welche Zertifizierungen erwartet Ihre Revision, wie arbeitet die KI, und wie viel vom Produktportfolio brauchen Sie? Grundlage dieses Vergleichs sind die öffentliche Preisseite, die Security-Seite und die Website von Dash0, Stand Oktober 2026.
Preise: dasselbe Modell und vergleichbare Listenpreise
Wir möchten hier ganz offen sein. Laut Preisseite berechnet Dash0 für Spans, Log-Einträge und Web-Events 0,060 $ pro Million ingestiert und 0,540 $ pro Million gespeichert, für Metrik-Datenpunkte 0,020 $ bzw. 0,180 $ pro Million. Synthetische API-Checks werden pro Tausend abgerechnet, Agent0 Credits kosten 0,60 $, und AI SDLC Insights wird pro Nutzer und Monat berechnet. Die Aufbewahrung beträgt 30 Tage für Spans, Logs und Web-Events sowie 13 Monate für Metriken und Synthetics. Die Ingestion wird auf alles Empfangene berechnet, die Speicherung nur auf das, was nach dem Filtern behalten wird, und neue Konten erhalten eine 14-tägige Testphase ohne Kreditkarte.
Die öffentlichen Listenpreise von Obseria sind identisch:
- Logs, Spans und RUM-Web-Events: 0,060 $ pro Million ingestiert und 0,540 $ pro Million gespeichert, bei 30 Tagen Aufbewahrung.
- Metrik-Datenpunkte: 0,020 $ pro Million ingestiert und 0,180 $ pro Million gespeichert, bei 13 Monaten Aufbewahrung.
- Synthetische API-Checks: 0,20 $ pro Tausend; Agent Credits: 0,60 $ pro Credit; AI Code Insights: 10 $ pro Nutzer und Monat.
- Gefilterte Daten kosten nur die Ingestion; unbegrenzt viele Nutzer; 14 Tage Testphase ohne Kreditkarte.
Für dasselbe Telemetrievolumen und dieselbe Aufbewahrung ist der Listenpreis auf beiden Plattformen also vergleichbar. Die tatsächliche Rechnung hängt von Mengenrabatten, Commitments, Ihrem Filteranteil und dem Credit-Verbrauch der KI-Analysen ab, daher lohnt sich der Vergleich eines konkreten Angebots. Dash0 veröffentlicht außerdem Mengenstaffeln für sehr große Ingest- und Speichervolumina und ist über Cloud-Marktplätze erhältlich. Das ist relevant, wenn die Nutzung auf zugesagte Cloud-Budgets angerechnet werden soll.
Datenresidenz und Hosting-Optionen
Hier liegt einer der klarsten Unterschiede. Laut Security-Seite läuft Dash0 auf AWS und Google Cloud und lässt Kunden zwischen einer EU- und einer US-Region wählen; EU-Kunden können die Speicherung ihrer Telemetrie auf die EU beschränken.
Obseria bietet drei Optionen: die EU (Frankfurt, Dublin), das Vereinigte Königreich (London) oder Ihr eigenes Cloud-Konto (BYOC). Eine UK-Region ist wichtig für Organisationen mit britischen Anforderungen, und mit BYOC bleibt Ihre Telemetrie in Ihrem eigenen Cloud-Konto und Sicherheitsperimeter, während Obseria die Plattform betreibt. Eine US-Region bietet Obseria derzeit nicht an. Teams, die Daten in den USA speichern müssen, sind mit der US-Region von Dash0 besser bedient.
Prüfen Sie bei der Auswahl nicht nur den Speicherort, sondern auch, wo Verarbeitung, KI-Inferenz und Support-Zugriffe stattfinden. Beide Anbieter beschreiben dazu ihre Regeln öffentlich; für Ihre Datenschutz-Folgenabschätzung sollten Sie die jeweiligen Auftragsverarbeitungsverträge und Unterauftragsverarbeiter dennoch im Detail vergleichen.
Zertifizierungen und Compliance
Die Security-Seite von Dash0 nennt SOC 2 Type II und HIPAA mit verfügbaren Business Associate Agreements und führt ISO 27001 sowie PCI DSS als geplante Zertifizierungen auf. Dash0 gibt außerdem an, dass Agent0 unter Zero-Data-Retention-Vereinbarungen mit den Modellanbietern läuft und Kundendaten nicht zum Training verwendet werden.
Obseria ist nach ISO 27001, ISO 27017, ISO 27018 und SOC 2 Type II zertifiziert, hält BSI C5 für die EU-Region sowie TISAX und unterstützt die Anforderungen von DORA, NIS2 und DSGVO. Zu den Plattformkontrollen gehören automatische PII-Maskierung, feldbasierte Zugriffsrechte, Audit-Logs und 99,95 % SLA; Kundendaten werden niemals für KI-Training verwendet. Für Zulieferer der öffentlichen Hand, Finanzdienstleister unter DORA oder Automobilzulieferer mit TISAX-Pflicht sind diese Nachweise oft Voraussetzung im Einkauf und kein Zusatznutzen. Ist HIPAA Ihre Anforderung, dokumentiert Dash0 dies derzeit, Obseria nicht.
KI-Funktionen
Dash0 positioniert Agent0 als autonome Produktions-KI innerhalb der Plattform. Laut Dash0 verbrauchen einfache Aufgaben einen Bruchteil eines Credits, komplexe Aufgaben wie Ursachenanalyse oder das Erstellen eines Pull Requests ein bis zwei Credits. Die Website nennt Funktionen wie Live Insights, Ursachenanalyse, automatische Fixes und Automatisierungen, teils als „coming soon“ gekennzeichnet.
Obseria Intelligence verbindet kausale, prädiktive und generative KI. Agentische Ursachenanalysen durchlaufen Obseria TopoGraph, die automatisch erkannte Topologie von Anwendungen und Infrastruktur, zusammen mit allen Signalen in Obseria Lake und liefern eine Beweiskette, die Ihr Team Schritt für Schritt prüfen kann. Da beide Anbieter denselben Preis pro Credit verlangen, sollten Sie vergleichen, wie viele Credits eine typische Analyse Ihrer eigenen Incidents verbraucht und wie nachvollziehbar das Ergebnis ist.
Plattformumfang und Datenmodell
Dash0 deckt Infrastruktur- und Kubernetes-Monitoring, APM und Tracing, Log Management, Web Monitoring, Synthetics, Dashboards, Alerting und SLOs ab; Dashboards und Regeln lassen sich als Code verwalten. Der Fokus auf eine schlanke, OpenTelemetry-zentrierte Erfahrung ist eine bewusste Stärke, gerade für Teams, die ihre Observability-Konfiguration vollständig in Git und bestehenden Release-Pipelines verwalten möchten.
Obseria deckt diese Bereiche ebenfalls ab und ergänzt Application Security (Runtime-Schwachstellenanalyse und Runtime Protection), Business Observability, AI Observability für LLMs, Agenten und RAG, Mobile App Monitoring, Session Replay, Continuous Profiling mit unter 1 % Overhead sowie Workflow-Automatisierung als Code. Die Daten landen in Obseria Lake, einem indexfreien Lakehouse mit Schema-on-Read und feldbasiertem Datenschutz, und Obseria Pipeline filtert, reichert an und maskiert PII beim Ingest. Neben PromQL und SQL bietet Obseria mit OQL eine Pipe-basierte Sprache über alle Signale:
fetch logs
| filter service == "payments"
| summarize count(), by:{level}
Evaluierung und Migration
Ein Wechsel ist in beide Richtungen unkompliziert, denn beide Plattformen nehmen OTLP an und keine verlangt proprietäre Instrumentierung. Eine faire Evaluierung dauert in der Regel zwei bis drei Wochen:
- Parallel aus dem Collector senden: Ergänzen Sie Obseria als zweiten OTLP-Exporter, damit beide Plattformen identische Daten erhalten.
- Die wichtigen Ansichten nachbauen: Übertragen Sie Ihre meistgenutzten Dashboards und Alerts; PromQL-Abfragen lassen sich oft mit wenigen Anpassungen übernehmen.
- An eigenen Incidents vergleichen: Lassen Sie die KI-Analyse beider Tools denselben realen Incident untersuchen und vergleichen Sie Credit-Verbrauch, Treffsicherheit und Nachvollziehbarkeit des Ergebnisses.
Wägen Sie das Ergebnis anschließend gegen Ihre Anforderungen an Hosting und Zertifizierungen ab. In diesem Vergleich entscheiden diese Punkte wahrscheinlicher als der Preis.
Welches Tool passt zu Ihnen?
Obseria passt, wenn Sie
- Sie benötigen neben EU-Hosting auch UK-Datenresidenz oder BYOC im eigenen Cloud-Konto.
- Ihr Einkauf verlangt heute schon ISO 27017/27018, BSI C5 oder TISAX.
- Sie wollen Application Security, Business Observability und AI Observability auf derselben Plattform.
- Sie möchten topologiebewusste, agentische Ursachenanalyse und OQL über alle Signale.
Dash0 passt, wenn Sie
- Sie benötigen eine US-Region oder HIPAA mit Business Associate Agreement, was Dash0 dokumentiert.
- Sie bevorzugen ein schlankes, OpenTelemetry-zentriertes Produkt mit Fokus auf Kern-Observability und Konfiguration als Code.
- Sie möchten über die Marktplätze von AWS, GCP, Azure oder Vercel gegen zugesagte Cloud-Budgets einkaufen.
Der Wechsel in drei Schritten
- Parallel per OTLP senden. Ergänzen Sie Obseria als zweiten OTLP-Exporter im OpenTelemetry Collector und senden Sie dieselben Daten an beide Plattformen.
- Dashboards und Alerts nachbauen. Übertragen Sie PromQL-basierte Dashboards und Alerts nach Obseria; PromQL-Abfragen lassen sich oft weitgehend übernehmen.
- Konkretes Angebot vergleichen. Da die Listenpreise gleich sind, vergleichen Sie reale Rechnungen, Credit-Verbrauch pro Analyse und Hosting-Anforderungen.
Dieser Vergleich beruht auf öffentlich verfügbaren Informationen, Stand Oktober 2026. Produkte und Preise ändern sich; bitte prüfen Sie die aktuelle Dokumentation des Anbieters. Dash0 ist eine Marke des jeweiligen Inhabers. Etwas ist nicht mehr aktuell? Geben Sie uns über die Kontaktseite Bescheid. Kontakt aufnehmen